Der Grundstücksmarkt im Kanton Basel- Landschaft hat im vergangenen Jahr kräftig zugelegt. Wie das Amt für Daten und Statistik mitteilt, wurden 2025 insgesamt 2776 Grundstücke verkauft. Das sind 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Deutlich stärker fiel die Entwicklung beim Umsatz aus: Der Gesamtwert aller Freihandverkäufe stieg um 17 Prozent auf rund 3,6 Milliarden Franken. Haupttreiber dieser Entwicklung waren überbaute Grundstücke sowie eine höhere Investitionstätigkeit privater Haushalte, Immobilienunternehmen und Pensionskassen.
Mit 2328 Transaktionen entfielen fast 84 Prozent aller Verkäufe auf überbaute Grundstücke. Auch der Handel mit Bauland legte zu und stieg um gut zehn Prozent auf 269 Verkäufe. Insgesamt wurden Grundstücke im Wert von rund 3,4 Milliarden Franken mit bestehenden Bauten gehandelt. Damit entfielen wertmässig fast 94 Prozent des gesamten Marktvolumens auf dieses Segment. Der Umsatz mit Bauland hingegen ging trotz einer höheren Zahl von Verkäufen um gut 13 Prozent auf 191 Millionen Franken zurück.
Für zusätzliche Dynamik sorgten verschiedene Käufergruppen. Private Haushalte blieben die wichtigste Stütze des Marktes und erhöhten ihre Investitionen erneut. Gleichzeitig traten Architektur-, Bau- und Immobilienunternehmen häufiger als Käufer und Verkäufer von Wohn-, Gewerbe- und Büroliegenschaften auf. Auch Pensionskassen bauten ihre Aktivitäten gegenüber dem Vorjahr wieder aus.
Bodenpreise nahmen leicht ab
Regional entwickelte sich der Markt unterschiedlich. Den höchsten Umsatz erzielte erneut der Bezirk Arlesheim mit mehr als 2,2 Milliarden Franken. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von 22,2 Prozent. Besonders stark fiel das Wachstum im Bezirk Laufen aus, wo der Umsatz um 31,5 Prozent auf 223 Millionen Franken anstieg. Ebenfalls zulegen konnte der Bezirk Waldenburg mit einem Plus von 19,7 Prozent. Einzig im Bezirk Sissach ging der Umsatz leicht zurück und lag um sieben Prozent unter dem Vorjahreswert.
Während der Markt insgesamt wuchs, zeigte sich bei den Bodenpreisen eine gegenläufige Entwicklung. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Wohnbauland sank kantonsweit um fünf Prozent auf 1430 Franken. Besonders deutlich war der Rückgang im Bezirk Arlesheim, der trotz tieferer Preise weiterhin die höchsten Durchschnittswerte im Kanton aufweist. Am günstigsten blieb Wohnbauland im Bezirk Waldenburg.
Auch die gehandelte Fläche nahm ab. Insgesamt wechselten 563 Hektaren den Besitzer – rund 14 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Rückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass deutlich weniger landwirtschaftliche Anwesen sowie Land ausserhalb des Baugebiets verkauft wurden. Trotz der kleineren gehandelten Fläche stieg der Gesamtumsatz deutlich. Verantwortlich dafür waren vor allem die höheren Umsätze bei überbauten Grundstücken.
Insgesamt verzeichnete der Baselbieter Grundstücksmarkt 2025 ein deutlich höheres Umsatzvolumen als im Vorjahr. Zwar hat sich der Preisanstieg bei Wohnbauland vorerst abgeschwächt, doch die hohe Investitionsbereitschaft verschiedener Marktteilnehmer sorgte 2025 für das höchste Umsatzvolumen der vergangenen Jahre. Besonders bestehende Wohn- und Gewerbeliegenschaften standen dabei im Fokus des Marktes.

